Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement der Bürgermeister Reuter Soziale Dienste gGmbH setzt sich aus den Bereichen der Qualitätsentwicklung und der Qualitätssicherung zusammen.

Qualitätsentwicklung

Die Bürgermeister Reuter Soziale Dienste gGmbH sichert durch eine fortlaufende Qualitätsentwicklung auf den Ebenen der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität eine kompetente Durchführung der Angebote.

Die Evaluation von Strukturen soll dabei im Rahmen von Qualitätsdialogen mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und den bezirklichen Jugendämtern regelmäßig erfolgen.

Die zentralen Schlüsselbegriffe innerhalb der Prozessqualität, wie sie in den Trägerverträgen festgeschrieben sind, werden in trägerinternen Qualitätszirkeln und Arbeitsgruppen überprüft und ggf. modifiziert.

Die Ergebnisse bzw. die Wirksamkeit der Hilfen wird in den Hilfeplangesprächen regelmäßig ausgewertet. Die aus den Hilfeplänen abgeleiteten Ziele, Teilziele und Handlungsschritte sind Grundlage für die weitere Arbeit und die folgende Überprüfung der Wirksamkeit sowie der geeigneten Hilfeform.

Qualitätssicherung

In der Bürgermeister Reuter Soziale Dienste gGmbH arbeiten festangestellte, von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie anerkannte Fachkräfte folgenden Bereichen: Erziehung, Sozialpädagogik, Pädagogik und Psychologie. Verschiedene Zusatzqualifikationen und Kompetenzen runden das Profil der Mitarbeitenden ab. Die persönliche Eignung auf der Grundlage des § 72 SGB VIII ist ein unabdingbarer Bestandteil in unserer Tätigkeit und wird regelmäßig überprüft und somit sichergestellt.

Kinderschutz

Die Konkretisierung des Kinderschutzauftrages (SGB VIII § 8a) erfordert u.a. von den freien Trägern, dass sie ein Verfahren zum Umgang mit dem Verdacht auf Kindeswohlgefährdung entwickeln, eine Vereinbarung darüber mit dem öffentlichen Jugendhilfeträger abschließen und die Fachkräfte in diesem Verfahren unterweisen. Ebenso hält der Träger qualifiziertes Personal im Rahmen der „insoweit erfahrene Kinderschutzfachkraft“ vor.

§ 8a SGB VIII, Satz 2:

„In Vereinbarung mit den Trägern von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen nach diesem Buch erbringen, ist sicherzustellen, dass deren Fachkräfte den Schutzauftrag nach Abs. 1 in entsprechender Weise wahrnehmen und bei der Abschätzung des Gefährdungsrisikos eine insoweit erfahrene Fachkraft hinzuziehen. Insbesondere ist die Verpflichtung aufzunehmen, dass die Fachkräfte bei den Personensorgeberechtigten oder den Erziehungsberechtigten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken, wenn sie diese für erforderlich halten, und das Jugendamt informieren, falls die angenommenen Hilfen nicht ausreichend erscheinen, um die Gefährdung abzuwenden.“

Der Träger arbeitet nach dem berlineinheitlichen Verfahren für Kinderschutz. Analog dieses Verfahrens wurde ein internes Verfahren für alle Beschäftigten der Bürgermeister Reuter Soziale Dienste gGmbH entwickelt, in dem das Vorgehen und die Verantwortung geregelt sind. Damit wird die Handlungssicherheit der Mitarbeitenden erhöht, den Betroffenen mehr Schutz gegeben und es führt zu fachlich qualifizierten Entscheidungen.

Partizipation

Die zentrale Haltung unserer Mitarbeitenden in der pädagogischen Arbeit ist die Beteiligung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der Mütter und Väter bei allen sie betreffenden Ereignissen und Entscheidungsprozessen. Das pädagogische Handeln ist transparent gestaltet.

Mit einem möglichst hohen Anteil eigener Verantwortung und Mitsprache werden die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie Mütter und Väter in die Angebote, Aktivitäten und sie betreffende Entscheidungen sowie die Gestaltung des Alltags aktiv eingebunden. Dies festigt das Selbstvertrauen der Klient_innen und befördert ihre Persönlichkeitsentwicklung inklusive der Bildung eines politischen Bewusstseins. Gleichsam stärkt diese Grundhaltung der Beteiligung die Identifikation der Menschen mit dem Gemeinwesen und dessen Institutionen, erweitert ihre Handlungsmuster und dient auf diese Weise ihrer sozialen und gesellschaftlichen Integration.

Beschwerdemanagement

Die UN-Kinderrechtskonvention normiert in Artikel 12 ff. die Berücksichtigung des Kindeswillens. Kindern und Jugendlichen wird zugesichert, sich in allen sie betreffenden Angelegenheiten frei äußern zu können und ihre Meinung alters- und entwicklungsgemäß angemessen zu berücksichtigen. Kritik, Forderungen und Beschwerden sind Willensäußerungen junger Menschen und als UN-Kinderrecht seit 2012 in einem Zusatzprotokoll international gesetzlich verankert worden. Dieses Recht auf Beschwerde sichern wir allen zu Betreuenden in unseren Angeboten, egal welchen Alters sie sind, zu.

Kinder- und Jugendhilfe hat den Auftrag, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vor Gefahren zu schützen. Beschwerden oder Hinweise bei psychischen und/oder physischen Übergriffen sowie Grenzüberschreitungen im Nähe-Distanz-Verhältnis von Beziehungen sind wichtig, um diese zu beenden bzw. zu unterbinden.

Die Vorgabe gemäß § 45 Abs.2 SGB VIII, dass Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe geeignete Verfahren zur „Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten“ anwenden sollen, konkretisiert und befördert die Verwirklichung dieser Rechte. Es geht sowohl um die Ausformung von Beteiligung, als auch um den Schutz vor Gewalt, Misshandlung und Missbrauch.

Mit der Implementierung eines Beschwerdemanagements trägt die Bürgermeister Reuter Soziale Dienste gGmbH zur Mitbestimmung in Einrichtungen der Jugendhilfe und dem grenzwahrenden Umgang gegenüber Schutzbefohlenen und anderen zu Betreuenden bei.

Die Kinderrechte umfassen aber noch weitere Bereiche, wie bspw. das Recht auf:

  • Gleichheit
  • Gesundheit
  • Bildung
  • Spiel und Freizeit
  • elterliche Fürsorge

In den Einrichtungen der Jugendhilfe gibt es eine Rahmenkonzeption zum Beschwerde- und Beteiligungsmanagement sowie ausgearbeitete Kinderrechte, die das friedvolle Miteinander in einer Gruppe ermöglichen. Die Bildung von Kinderräten und die Wahl von Gruppensprechern werden angestrebt.

Beteiligungs- und Beschwerdemöglichkeiten werden aktiv von den Mitarbeitenden gefördert und stellen ein weiteres Qualitätsmerkmal unseres Jugendhilfeträgers dar.

 

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